Johanna Bampi Vizepräsidentin des Geschichtsvereins Brixen

In der heutigen konstituierenden Sitzung des Vorstands des Geschichtsvereins Brixen wurde Johanna Bampi zur Vizepräsidentin gewählt.

“Ich freue mich sehr über das in mich gesetzte Vertrauen und werde mich aktiv für die Vermittlung der regionalen Geschichte engagieren. Der Geschichtsverein Brixen ist eine ganz wichtige Institution, um Geschichte und Erinnerung lebendig und wach zu halten. Daran gilt es auch weiterhin zu arbeiten.”

Detaillierte Informationen zur facettenreichen Vereinsarbeit finden sich unter: https://www.geschichtsvereinbrixen.com

Das Rathaus von Meran

Die mondäne Kurstadt hatte ambitionierte Pläne. Und mit ihr Bürgermeister Josef Gemaßmer, der im Juni 1914 sein Amt antrat. Ganz oben auf seiner Agenda stand der Bau eines neues Rathauses in den Meraner Lauben. Der entsprechende Beschluss folgte innerhalb kürzester Zeit. Doch es sollte alles anders kommen. Der Erste Weltkrieg legte sämtliche Pläne vorerst auf Eis.

Meran, die blühende Kurstadt, hatte bereits in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts große städteplanerische Investitionen getätigt. So waren etwa Promenaden und der Tappeinerweg für die Kurgäste angelegt worden. Und der Bau der Galilei- und der Sparkassenstraße hatte die extreme Verkehrsbelastung in den Lauben behoben. Genau an dieser Stelle – am Knotenpunkt Galileistraße, Lauben, Sparkassenstraße – sollte das neue, dringend notwendige Rathaus entstehen. Dabei mag auch der Wunsch mit den damals noch selbständigen Gemeinden Obermais und Untermais gleichzuziehen, die in den Jahren 1900 bzw. 1907 ein neues Rathaus eröffnet hatten, eine Rolle gespielt haben.

Die Wandmalerei von Albert Stolz an der Fassade zeigt eine Ansicht des früheren Rathauses von Meran. Die Jahreszahl 1317 bezieht sich auf das Datum der Erhebung Merans zur Stadt.

Eine neue Formensprache für die Kurstadt

Zum Bau des neuen Rathauses kam es schließlich erst in den späten 1920er Jahren. Im Frühling 1927 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben – zunächst nur für die in Meran ansässigen Architekten und Ingenieure. Dies führte zu Protesten, weshalb im Dezember eine zweite Ausschreibung erfolgte. Der Einreichtermin war mit dem 23. Februar 1928 allerdings äußerst knapp bemessen. Trotzdem konnte die Jury aus 26 eingereichten Entwürfen wählen. Den Auftrag erhielt mit Ettore Sottsas sen. der Zweitplatzierte, da er die gewünschte rasche Bauausführung garantieren konnte. Und tatsächlich bezogen die Ämter Anfang der 1930er Jahre das neue Rathaus. 

Mit dem Bau des neuen Rathauses kam eine moderne Formensprache nach Meran und löste den Baustil des Historismus ab. Wie in den Wettbewerbsausschreibungen vorgesehen, berücksichtige Sottsas in seinem Bau die historischen Laubengänge und nahm dieses gestalterische wie funktionale Element in den Neubau auf. Besonders auffallend ist die gestaffelte Tiefenwirkung des Eingangsportales, das in einer direkten Linie den Blick auf die dahinter liegende Landesfürstliche Burg freigibt. 

Vom Treppenhaus fällt der Blick auf die Rückseite des Gebäudes und die Landesfürstliche Burg.

Edle Materialien, durchdachte Details

Die Gestaltung der Fassaden greift in vielen Details, wie etwa den Dreiecksgiebeln über den Fenstern, Formen des Novecento auf. Im Inneren des Rathauses sind hingegen die klaren Linien der Moderne bestimmend. Die Ästhetik wird von edlen Materialen, Marmorverkleidungen und Terrazzoböden bestimmt. Auch für die kleinsten Details, wie den Entwurf der Lampen, zeichnete der Architekt höchstpersönlich verantwortlich. 

Vom Treppenhaus fällt der Blick auf die Rückseite des Gebäudes, wo zwei Gebäudetrakte symmetrisch um einen Innenhof angeordnet sind. Der freie Blick auf die Landesfürstliche Burg ist auch hier gegeben. 

Immer noch funktional: das Treppenhaus im Rathaus von Meran.

Zum Weiterlesen

Magdalenen Schmidt/Walter Gadner, Auf gerader Linie. Städtebau und Architektur in Meran, Edition Raetia Bozen.


Alle Fotos: Johanna Bampi

„Das plastische Bild“: Sonya Hofers ganz eigener Zugang zu den Dolomiten

„Die  Ausstellung im Stadtmuseum Klausen zeigt“, so Johanna Bampi bei der Eröffnung, „welche Kraft und Magie von Sonya Hofers Kunst ausgeht. Wir können sie, nach mehreren Lockdowns, endlich wieder persönlich, direkt und ganz dreidimensional erleben und erfahren.”

Eine Ausstellung mit Überraschungen

Dreidimensional im wahrsten Sinne des Wortes sind auch Sonya Hofers neue Werke. Arbeiten aus Ton. Reliefs mit Berglandschaften. Gedämpfte Farben. Sonya Hofer, eine Meisterin im Umgang mit kräftigen Farben, ist vor allem für ihre farbenfrohen Gemälde und den schwungvollen Pinselstrich bekannt. Nun hat sie einen ganz neuen Weg eingeschlagen und aus Freude am Experimentieren eine neue Technik und ein neues Material für sich entdeckt: Sie modelliert Muscheln und Schnecken, ja sogar Berge und Landschaften aus Ton.

Begonnen hat alles in den Dolomiten. Schroffe und zerklüftete Felsen, markante Bergspitzen und der Wechsel von Licht und Schatten. Sonya Hofer haben die Dolomiten zunächst zum Gestalten von überdimensionalen Muscheln und Schnecken inspiriert. Groß sind sie, strahlend und von einer so faszinierenden Haptik, dass man sie am lieben berühren, erfühlen möchte. Als Fossilien sind sie noch heute vereinzelt in den Bergen zu finden. Sie sind Spuren von Lebewesen, die vor Millionen von Jahren in den Bergen, damals von riesigen Meeresflächen bedeckt, lebten.

Einblick in die Ausstellung

Berglandschaften aus Ton 

In der aktuellen Ausstellung im Stadtmuseum Klausen zeigt die Künstlerin ihre neuesten Werke: Reliefs mit Berglandschaften. Sonya Hofer modelliert ihre Berge aus Ton, der aus verschiedenen Gebieten kommt und seine eigene Farbe mitbringt. „Jeder Ton“, sagt sie, „hat eine andere Konsistenz, fühlt sich anders an und hat vor allem seine ganz eigene Farbe.“ Ihre Berglandschaften leben von der unterschiedlichen Farbigkeit des Tons. Durch den Brennvorgang kann es zu Spannungen und somit zu Rissen in den Reliefs kommen. Sie werden ganz bewusst als Gestaltungselemente belassen. „Die Farbpalette der Künstlerin,“ so Johanna Bampi bei der Eröffnung der Ausstellung,„hat sich, bedingt durch das Material geändert. Sie ist zarter und weicher geworden.“

Und weiter: „Neben  Farbigkeit und Haptik spielt das Licht für viele Reliefs eine essentielle Rolle. Berglandschaften, in monochromen Weiß- und hellen Sandtönen, werden durch das Licht zum Leben erweckt. Den echten Bergen gleich gewinnen sie Plastizität dank des spannenden Spiels von Licht und Schatten und scheinen darüber hinaus ein eigenes Leuchten zu entwickeln.“

Sonya Hofer und Johanna Bampi

Die Dolomiten und ihre Sagenwelt

Die Berge der Dolomiten erscheinen im Laufe des Tages in unterschiedlicher Farbigkeit. Beim Sonnenaufgang und abends, beim Untergang der Sonne, präsentieren sie sich in warmen Farben, in leuchtenden Orange- und Rottönen, ja sogar in violett. In der Mittagssonne wirken sie bleich, im Mondlicht kalt und unnahbar. Dieses einzigartige Phänomen, auch „Enrosadira“ genannt, erklärt sich aus der besonderen Struktur und Zusammensetzung des Gesteins, das seinen Namen dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu verdankt.

Was heute als naturwissenschaftliches Phänomen erklärbar ist, war für die Bewohner der Dolomitentäler Inspiration für Geschichten, die von Generation zu Generation mündlich weitergegeben wurden und Geheimnisvolles zu deuten suchten. Der reiche Schatz an Dolomitensagen zeugt noch heute von der Faszination, aber auch von den Gefahren, die von den Naturschauspielen in den Bergen ausgingen. Auch für Sonya Hofer sind die Dolomitensagen eine Quelle der Inspiration. Dies zeigen ihre Werke im Stadtmuseum von Klausen, und noch eindringlicher jene, die sie derzeit in der Franzensfeste ausstellt.

Bergwelten: massiv und fragil

In ihren Reliefs strebt Sonya Hofer keine exakte Abbildung der Dolomiten an. Der Berg ist ein facettenreiches Motiv, das sich in seiner gesamten Dimension ohnehin kaum fassen lässt. Das Thema „Berg“ und wie wir damit umgehen, regt auch zum Nachdenken an. Häufig setzt Sonya Hofer ihre Reliefs aus mehreren Platten zusammen. Gebrochene Bilder, die vielleicht auf die Vergänglichkeit der Berge verweisen, die nur scheinbar unerschütterlich in der Landschaft stehen und von Naturereignissen, wie Felsstürzen, geprägt werden.

Die tönernen Reliefs von Sonya Hofer stehen zwischen Beständigkeit und Zerbrechlichkeit und führen den Zauber der ephemeren Naturschönheiten vor Augen. 


„Sonya Hofer. Das plastische Bild“ – Ausstellung im Stadtmuseum Klausen

Die Ausstellung im Stadtmuseum Klausen ist bis zum 21. August 2021 geöffnet, und zwar von Dienstag bis Samstag jeweils von 9.30 – 12 Uhr und von 15.30 – 18 Uhr. An Sonntagen, Montagen und Feiertagen bleibt das Museum geschlossen. Aktuelle Informationen gibt es auf der Website des Stadtmuseums Klausen.

Einen Einblick in das Schaffen von Sonya Hofer gibt die Website der Künstlerin.

Wenn der Kaiser zu Besuch kommt…

… dann steht ein ganzer Ort Kopf, in unserem Fall das kleine Bergdorf Spinges. Hier erinnert noch heute der„Kaiserstein“ an den Besuch des Herrschers im Jahr 1832. Dieser große Felsblock aus Granit lädt auf einer kleinen Lichtung im Wald zum Verweilen ein.

In Erinnerung an Kaiser Franz I. von Österreich

Der Kaiserstein trägt seinen Namen in Erinnerung an den Besuch des Kaisers im kleinen Bergdorf Spinges. Franz I. von Österreich bereiste damals zusammen mit seiner Gemahlin Karoline Auguste Tirol. Aus dem Pustertal kommend erreichte das Paar am 23. Juni 1832 Brixen, wo es mehrere Tage im Hotel Elephant wohnte und am 26. Juni zur Weiterreise nach Meran aufbrach.

Dass der Kaiser gerade dem Spinges einen Besuch abstattete, hing mit der Geschichte des Ortes zusammen, und zwar mit der so genannten Schlacht von Spinges (2. April 1797), bei der es den Inntaler Schützen unter Philipp von Wörndle gelungen war, die Napoleonischen Truppen unter General Barthélemy-Catherine Joubert zurückzudrängen.

Der Besuch des Kaisers

Der „Bote für Tirol und Vorarlberg“ bzw. der „Kaiserlich Königlich privilegirte Bothe von und für Tirol und Vorarlberg“, wie die Zeitung mit vollständigem Namen hieß, berichtete am 28. Juni 1832 ausführlich über den kaiserlichen Besuch in Spinges. Dass dabei ausschließlich patriotische Töne angestimmt wurden, ist nicht verwunderlich, wenn man an die strenge Zensur im Biedermeier denkt. 

„Am 25. [Juni 1832] um 9 Uhr Vormittags geruhten Sr. Majestät der Kaiser und Se. K. Hoheit der Erzherzog Vicekönig nach der Höhe von Spinges, von wo sich dem Auge ein herrlicher Anblick über das ganze freundliche, von Obsthainen bis zum Saume der Wälder umgrünte Thal von Brixen darbiethet, zu fahren. Dieser Ausflug brachte die lebhafteste Freude in die ganze Umgegend, denn die Höhe von Spinges ist im Laufe der Zeit ein Denkmal tirolischer Treue und Tapferkeit geworden. Wer kennt nicht das Gefecht der wackern Landesvertheidiger vom Eisack-, aus dem Inn- und dem Wippthale gegen das Jeubertsche Korps im Jahr 1797?“

Es herrschte Kaiserwetter, an jenem Montag im Juni 1832, und keine Wolke trübte den blauen Himmel. Die Kirchenglocken der umliegenden Dörfer läuteten, die kaiserlichen schwarzgelben Fahnen wehten im Wind. Die Schützen von Spinges, Rodeneck, Vals, Mühlbach, Weitental und Pfunders waren nach Spinges gekommen, umd dem Kaiser und seinem Bruder, dem Erzherzog Rainer von Österreich und Vizekönig von Lombardo-Venetien, besonders festlich zu empfangen. Ein eigens errichteter Pavillon sollte die Gäste vor Sonne, Regen oder Wind schützen. Dem Kaiser wurden drei Männer aus Spinges vorgestellt, die selbst in der Schlacht von 1792 gekämpft hatten und ihm von ihren Erlebnissen erzählten. 

Spinges

„Die Heiterkeit des Festes läßt sich nicht beschreiben“

Und sie gipfelte, laut dem „Boten für Tirol und Vorarlberg“, in lautem Jubelruf, der den Kaiser beim Abstieg begleitete. Die Musikkapelle von Mühlbach spielte und „die Schützen eilten hinunter, um ihren Kaiser in der Ebene noch einmal zu sehen.“

Der Kaiserstein erinnert noch heute an dieses für viele Menschen gewiss einmalige Erlebnis oder, mit den Worten des „Boten für Tirol und Vorarlberg“, ausgedrückt: „Dem späten Enkel die Feier dieser herzlichen Stunde aufzubewahren, ist in einem Felsenblock dort der Tag eingehauen worden, an welchem der Kaiser er diesen Berg bestieg und an welchem die tapferen Todten von Spinges ein solches ehrenvolles Gedächtniß erhielten.“

In der Zeit des Faschismus wurde die Gedenktafel entfernt – wie viele andere solcher Tafeln mit Bezug zur österreichischen Geschichte im ganzen Land. Die heutige Tafel wurde 1997 auf Initiative der Schützenkompanie von Spinges angebracht. 

Die Franzensfeste

„Der gute Kaiser Franz“ reiste am folgenden Tag mit seiner Gemahlin und seinem Gefolge nach Meran weiter. Unterhalb von Spinges wurde als Bollwerk gegen einen möglichen Feind aus dem Süden wenige Jahre später die Franzensfeste errichtet, die sowohl den Zugang Richtung Sterzing als auch ins Pustertal schützen sollte. Die Stelle hatte Erzherzog Johann, ein Bruder des Kaisers, bereits im Jahr 1801 ausgemacht. Erst 1833 wurde der Plan in die Tat umgesetzt, und die Festung nach fünf Jahren Bauzeit vollendet. 

Dieses Gedenkkreuz bei Spinges erinnert an die Tiroler Schützen, die in der Schlacht von 1792 gefallen sind.

Die Brüder des Kaisers

Einen stärkeren Bezug zu Tirol als der Kaiser hatten zwei seiner Brüder: Erzherzog Johann und Erzherzog Rainer, die beide in Südtirol, und zwar in Schenna bzw. Bozen begraben liegen. Wie es dazu kam, das ist wiederum eine ganz andere Geschichte. 


Zum Weiterlesen

Erinnerungsorte an kaiserliche Besuche gibt es in Südtirol mehrere, darunter jeweils einen Gedenkstein an den Besuch Kaiser Franz Josephs I., eines Enkels von Franz I., in Bruneck und in Freienfeld.

An den Besuch von Kaiser Franz Joseph I. in Bruneck im September 1886 erinnert ein Gedenkstein am „Kühbergl“. Andreas Oberhofer berichtet auf der Website des Stadtarchivs Bruneck über den mehrtägigen Kaiserbesuch: „Der Kaiser in Bruneck!“

Der Gedenkstein in Freienfeld erinnert an die Anwesenheit Kaiser Franz Josephs I., des Kronprinzen Rudolf und der Erzherzöge Albrecht, Karl Ludwig, Wilhelm, Rainer und Heinrich anlässlich eines so genannten Kaisermanövers im Jahr 1878.


Fotos: Johanna Bampi


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Elvas: ein kleiner Ort mit einer langen Geschichte

Elvas liegt etwas oberhalb von Brixen. Damit machen wir beim heutigen Sonntagsspaziergang geographisch gesehen keine großen Sprünge. Zeitlich hingegen springen wir weit zurück: in die späte Bronzezeit und in die Zeit der Römer.

Der Archeopfad macht Geschichte sichtbar

Der kleine Ort am Sonnenhang kann auf eine wahrhaft lange Geschichte zurückblicken. Erste Spuren einer Besiedlung reichen hier bis 1.400 Jahre v. Chr. zurück: in die späte Bronzezeit. Auch die Zeit der römischen Herrschaft hat hier reiche Spuren hinterlassen. Bei Grabungen wurden immer wieder Überreste römischer Häuser gefunden, selbstverständlich mit Fußbodenheizung. Die Römer hatten ab dem Jahr 15 v. Chr. nicht nur das heutige Südtirol, sondern weite Teile des süddeutschen Raums unter ihre Herrschaft gebracht und als Provinz Raetia zusammengefasst. Die Hauptstadt dieser Provinz war Augsburg.
 
Was (nicht nur) Archäologen entzückt, ist für uns Laien jedoch nicht immer sichtbar. Tafeln auf dem so genannten Archeopfad erklären und illustrieren mit Fotos, welche Bodenfunde hier zutage kamen. Der Archeopfad beginnt in Stufels und führt, teils durch Weinberge, über Kranebitt nach Elvas. 

Abendstimmung in Elvas

Die Römer hinterlassen ihre Spuren

Der Weg ist stellenweise so schmal, dass sowohl den Fußgängern als auch den Saumtieren, die es nicht gewöhnt sind, schwindlig wird und nur die einheimischen Saumtiere tragen die Lasten sicher.

So beschrieb der griechische Geograph und Geschichtsschreiber Strabon Ende des 1. Jhs. v. Chr. die Wege im Alpenraum.

Nur wenige Meter unterhalb der Kirche von Elvas stehen Nachbildungen römischer Streitwagen im Gras. Die Felsen auf dem Boden weisen Fahrrillen auf. Sie sind steinerne Spuren der ehemaligen Römerstraße, die von Stufels nach Schabs führte. In den Fahrrillen fanden Archäologen römische Münzen, und auch die Breite der Spur stimmt mit jener anderer Römerstraßen überein. 

Nachbildungen römischer Streitwagen. Im Stein sind die Fahrrillen aus der Römerzeit sichtbar.

Doch nicht nur die Römer nutzten diesen Weg über Elvas. Auch wenn es heute nahezu unvorstellbar erscheint, führte einst der gesamte Verkehr vom Talboden ins Pustertal bis zum Jahr 1645 von Stufels über Kranebitt nach Elvas und über Schabs und Mühlbach weiter Richtung Osten. 

Der Ausblick von hier ist großartig. Die grünen Farben der Weinberge leuchten im Sonnenlicht. Nicht nur der Straßenbau lag im Interesse der Römer. Auch der Weinbau im Eisacktal geht auf sie zurück. Und im kleinen Ort Elvas leben die Römer bis heute weiter: der Name soll auf das lateinische Wort “ulva” zurückgehen und bedeutet “Sumpfgras”.

Der Blick von Elvas nach Vahrn, Schalders und Spiluck

“Bürgerbauten – Historische Rathäuser in Südtirol”: Am 31. Mai auf Rai Südtirol und jederzeit in der Mediathek

Der Film in voller Länge in der Rai Mediathek

Der Sendetermin für Johanna Bampis und Benjamin Zwacks neuesten Film steht fest: Rai Südtirol wird die Dokumentation “Bürgerbauten – Historische Rathäuser in Südtirol” am 31. Mai 2021 um 20:20 Uhr ausstrahlen. Der Film wird nicht nur im deutschsprachigen Fernsehprogramm der Rai zu sehen sein, sondern auch im Rai-Livestream.

Johanna Bampi Zwack

Die TV-Dokumentation und ihr Drehbuch entstanden im Sommer und Herbst 2020. Historische Fachberatung Johanna Bampi. Dreh, Schnitt und Produktion übernahm Sora Film in Brixen. 

Die 45-minütige Sendung porträtiert die spannende Geschichte(n) der Südtiroler Rathäuser in Sterzing, Meran, Kastelruth und Schlanders. Eine Fortsetzung der Reihe mit vier weiteren Rathäusern ist für den Herbst 2021 bereits geplant.

Im Interview: tourisma south tyrol – Das Netzwerk von Touristikerinnen

“In dieser Krise stecken einfach zu viele Chancen, die Dinge neu zu denken und zu bewerten.”

Katharina Flöss, Karin Tscholl und Elisabeth Rass sind die Gründerinnen von tourisma south tyrol. Sie wollen vernetzen, hinterfragen und inspirieren – als Impulsgeberinnen im Tourismus. Ein solches Netzwerk ist neu, das Thema dahinter hat aber ohne Frage richtig Tradition: Schließlich haben Südtirols Frauen seit Jahrhunderten entscheidenden Anteil am Erfolg des hiesigen Tourismus! Und das sollte so sichtbar wie möglich werden.

Kurzum: Wir finden Katharinas, Karins und Elisabeths Idee richtig gut und haben sie zum Interview eingeladen. Viel Spaß beim Lesen und Euch drei weiterhin viel Erfolg!

Wie erlebt Ihr die momentane Situation und was hat sich für Euch in den vergangenen Monaten geändert?

Aus beruflicher Sicht befinden uns zwar in der privilegierten Situation, nicht um unsere Existenz fürchten zu müssen, arbeiten aber alle in irgendeiner Form mit oder im Tourismus und so zehrt die doch unerwartet lang-andauernde Situation natürlich.

Katharina Flöss von tourisma.

Wir leben vom persönlichen Austausch und schätzen diesen sehr, da wir uns privat als auch in der Arbeit gerne mit Menschen umgeben. Der digitale Raum hat hier zwar Möglichkeiten geschaffen, aber diese können das Gefühl und die Dynamiken, die bei realen Treffen zwischen Personen entstehen, nicht ersetzen. Das haben wir auch in der Entwicklungsphase unseres Netzwerks gemerkt: Die persönlichen Treffen, die wir im Sommer und Herbst machen konnten, sind für uns viel präsenter, als die digitalen Treffen davor und danach. Gleichzeitig hat uns der virtuelle Raum es überhaupt erst ermöglicht, mit unserem Netzwerk zu starten.

So hat der vermeintliche Stillstand des öffentlichen Lebens für uns einiges ins Rollen gebracht. Sehr viele Menschen mussten und müssen sich nach wie vor stark reduzieren und für sich definieren, was in ihrem Leben wesentlich ist und was nicht. Diese Reduktion birgt in vielen Bereichen, wie auch im Tourismus, spannende Möglichkeiten sich neu zu (er)finden. Uns selbst hat diese Reduktion dabei geholfen zu erkennen, was wir in unserer Arbeit vermissen und wesentlich dazu beigetragen, unsere Vision und unsere Ziele für das Netzwerk zu formulieren.

Und damit wären wir auch wieder am Anfang unserer Antwort: wir haben aus einem Element, das uns bereits vor und verstärkt noch während der Pandemie gefehlt hat – dem persönlichen und lockeren Austausch rund um das Thema Tourismus – ein gemeinsames Projekt gestartet, das uns jetzt schon persönlich bereichert und hoffentlich viele Frauen, die im und mit dem Sektor arbeiten, genauso bereichern wird.

Was gibt Euch Kraft bzw. was motiviert Euch? Was beschäftigt Euch gerade besonders?

Der Austausch untereinander und die verschiedenen Erfahrungswerte, die wir in unsere Zusammenarbeit einfließen lassen, liefern frische Inputs und bringen uns auch persönlich weiter. Dazu kommen die vielen positiven Rückmeldungen und das Interesse in Bezug auf unser noch sehr junges Projekt, das uns zusätzlich motiviert.

Karin Tscholl von tourisma.

Und ganz aktuell, wo sich erste Lockerungen abzeichnen, rückt für uns die Planung eines ersten Netzwerktreffens in den Vordergrund, wo man sich wieder persönlich und im realen Raum begegnen kann. Darauf freuen wir uns schon sehr, denn eines unserer Hauptanliegen ist es ja, Menschen zusammenzubringen, die den Tourismus von ihren verschiedenen und persönlichen Blickwinkeln beleuchten und auch Lust haben ihre eigenen Blickwinkel zu weiten und den Tourismus in seiner jetzigen Form zu hinterfragen und neu zu denken.

Ein konkreter Tipp oder eine konkrete Empfehlung für unsere Leserinnen und Leser?

Wenn es etwas gibt, dass einen schon seit Wochen, Monaten oder gar Jahren nicht loslässt, dann ist jetzt eine gute Zeit, dieses Vorhaben umzusetzen. Ob im Kleinen oder im Großen. Ganz nach dem Motto: Why not try?

Elisabeth Rass von tourisma.

Die Zeiten mögen auf dem ersten Blick nicht ideal wirken, aber in einer Zeit, wo wir genau abwägen, ob wir etwas brauchen oder nicht, werden wir auch bald merken, ob uns ein Vorhaben weiterbringt und auf Interesse stößt oder eben auch nicht.

Wie (positiv oder negativ) blickt Ihr in die Zukunft? Warum?

Natürlich ist nicht immer alles Regenbogen und Sonnenschein, aber wir blicken doch positiv in die Zukunft. Erstens, weil noch jede große Krise irgendwann vorbei war und zweitens, weil in dieser Krise einfach zu viele Chancen stecken, die Dinge neu zu denken und zu bewerten. Nur so können wir aktive Gestalter unserer Zukunft werden. Das ist zwar manchmal mühsam, zahlt sich am Ende aber immer aus. Unsere Pläne, Wünsche und To-Do-Listen sind also so lang wie noch nie und wir können es kaum erwarten sie abzuarbeiten :).

Ihr interessiert Euch für die Ziele und Ideen von tourisma? Im Blog auf www.tourisma.eu könnt Ihr weiterlesen und mehr über die drei Gründerinnen erfahren. Auf LinkedIn und Facebook erreicht Ihr die drei unter www.linkedin.com/company/tourisma-southtyrol und www.facebook.com/tourisma.southtyrol

Dreharbeiten für neue TV-Dokumenation: “Evangelisch in Südtirol”

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, in der vergangenen Woche konnten die Dreharbeiten für die Fernsehdokumentation “Evangelisch in Südtirol” in Bozen und Meran beginnen. Der Film wird im Herbst 2021 fertiggestellt und im Programm von Rai Südtirol ausgestrahlt. Neben einer deutschen Fassung ist auch eine italienische Version des Films geplant.

“Die Luttrischen”: Reiche Geschichte, vielfältiges Engagement – bis heute

Die evangelisch-lutherischen Gemeinden Bozen und Meran zählen jeweils einige hundert Mitglieder. Zugleich blicken die Gemeinden auf eine facettenreiche Geschichte zurück, Evangelische haben Südtirol über Jahrhunderte entscheidend geprägt. Im 16. Jahrhundert gab es offensichtliche wie versteckte reformatorische Aufbrüche in Tirol. Heute stehen die evangelischen Gemeinden für soziales und kulturelles Engagement, sie unterhalten ökumenische Beziehungen und pflegen die Kirchenmusik. Dabei bieten sie Menschen eine Heimat (auf Zeit).

Pfarrer Martin Krautwurst vor Pfarrhaus und Christuskirche Meran im Interview.

“Evangelisch in Südtirol” – Eine TV-Dokumentation für Südtirol

Die Fernsehdokumentation porträtiert die geschichtliche Entwicklung des Evangelischen in Südtirol von der Reformationszeit bis heute und spricht darüber mit namhaften Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland. Der Film wird produziert von SoraFilm Brixen und entsteht dank einer Förderung des Landes Südtirol (Amt für Film und Medien).

Historische Fachberatung: Mag. Johanna Bampi, Idee und Drehbuch: Benjamin Zwack.

Wo Altötting und Jerusalem aufeinandertreffen: ein Kleinod gebauter Volksfrömmigkeit in Innichen

Wer sich in Innichen im Pustertal zu Fuß vom Bahnhof auf den Weg ins Ortszentrum macht, kommt an einem außergewöhnlichen Sakralbau vorbei – dem „Außerkirchl“. Das Kirchlein erinnert an prominente Bauten in Altötting und Jerusalem.

Wie ein Hauch von Altötting nach Innichen kam

“Außerkirchl”, wie der Bau im Volksmund heißt, bedeutet sinngemäß etwa das Kirchlein vor dem eigentlichen Ort. Dieser ungewöhnliche Sakralbau geht auf den Innichner Gastwirt Georg Paprion zurück. Er war ein frommer Mann, der von seinen Pilgerreisen zahlreiche Eindrücke in seinen Heimatort Innichen mitbrachte. Einige davon setzte er sogar baulich um. Beeindruckt vom Wallfahrtsort Altötting in Bayern, ließ Georg Paprion hier im Jahr 1633 eine Kapelle nach dem Vorbild dortigen Gnadenkapelle errichten.

Der Leidensweg von Jesus in ausdrucksstarken Figuren

Noch heute betritt man zunächst diesen älteren Teil des Baus und steht im Langhaus, der so genannten Leidenskapelle. Die eindrucksvollen Holzfiguren sind teilweise in bemalte Nischen gestellt und schildern in ungeschönter Weise den Leidensweg von Jesus. Er beginnt mit dem betenden Jesus am Ölberg, den schlafenden Aposteln und den von Judas herangeführten Soldaten. In den darüber liegenden Wandnischen sind die Dornenkrönung, die Geißelung und die Verurteilung zum Kreuzestod dargestellt, gefolgt vom kreuztragenden Jesus und seinem Tod am Kreuz. Die Figuren entstanden in der Werkstatt des Bildhauers Matthias Schranzhofer in Innichen.

Leidensweg Jesu: Jesus am Ölberg, darüber Dornenkrönung, Geißelung und Verurteilung zum Tod am Kreuz
Foto: Johanna Bampi

Altötting in Miniatur

An die Leidenskapelle schließt sich ein polygonaler Rundbau mit Rundbogenfenstern und Mauernischen an. Der Altar mit einer bekleideten Marienfigur nach dem Vorbild der „schwarzen Madonna“ von Altötting wurde von Matthias Schranzhofer geschaffen. In den sechs bemalten Mauernischen erzählen Holzfiguren Szenen aus dem Leben Mariens: die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel an Maria, die Heimsuchung mit dem Besuch von Maria bei Elisabet, die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten, den Abschied Jesu von seiner Mutter (vor der Passion), Maria und Johannes am leeren Grab, der Auferstandene erscheint Maria.

Altar mit einer Madonnenfigur nach dem Gnadenbild von Altötting,
daneben in den Nischen die Flucht nach Ägypten und die Verkündigung an Maria
Foto: Johanna Bampi

Inspiriert von Jerusalem: die Grabeskapelle

Georg Paprion begnügte sich nicht nur mit einer Wallfahrt nach Altötting. Er machte sich vor rund 400 Jahren sogar auf die beschwerliche Pilgerreise ins Heilige Land. Von dort brachte er den Wunsch nach einer kleinen Grabeskapelle mit, die er – nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem – nördlich an die bestehende Kapelle anbauen ließ.

Die Grabeskapelle ist ein heller Rundbau mit zweigeschossigen und begehbaren Arkaden, der von einer Kuppel mit einer aufgesetzten Laterne bekrönt wird. Inmitten der mit Malereien, Skulpturen und Stuckaturen reich geschmückten Kapelle steht das eigentliche Grab von Jesus, innen begehbar, außen bemalt mit Grabwächtern, oben geschmückt mit der triumphierenden Figur des Auferstandenen.

Das Heilige Grab in der Grabeskapelle
Foto: Johanna Bampi

„Gehe herzu mit Christlicher Andacht, und / demüthigster Ehrnbiethigkeit zu dem H. / Grab, welches niemand ohne Heiligen / Schauder, und größter Herzens angst besehen / kann“, mahnt die Malerei links vom Eingang in das Grab.

Von der tiefen Frömmigkeit des Gastwirtes und der Menschen, welche die Kapelle besuchten, zeugen die alten und für den Ungeübten teils unleserlichen Besucherkritzel an den Außenwänden des Heiligen Grabes.

Kurzum: Ein wahres Kleinod gelebter Volksfrömmigkeit.


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Geschichtenerzählerin Yvonne Peer: Wenn Luftschlösser Realität werden

KulturSüdtirol: Wie erlebst Du die momentane Situation und was hat sich für Dich in den vergangenen Monaten geändert?

Yvonne Peer: Die momentane Situation ist weiterhin sehr komplex und bringt für viele Menschen unterschiedlichste Schwierigkeiten, viele davon leider, aus gesundheitlicher, sozialer und finanzieller Sicht, sehr gravierend. 

Auch für mich hat es durch die Pandemie einige Veränderungen gegeben. Was ich zunächst als äußerst bittere Pille empfand, um es milde auszudrücken, stellte sich mit der Zeit aber als Möglichkeit heraus, beruflich einen etwas anderen Weg einzuschlagen und dabei auch Neues dazuzulernen und auszuprobieren. 

Seit Jahren gab es da so eine Idee, die mich immer wieder mal beschäftigte. Bisher hatte ich allerdings immer das Gefühl, diese Idee in meine persönliche Schublade der „Spinnereien“ oder „Luftschlösser“ verstauen zu müssen. 

Im Spätsommer 2020 entschloss ich mich aber dazu, diese „Luftschlösser“ aus der Schublade zu holen und dort stattdessen, meine Zweifel und die „Das klappt doch nie – Gedanken“ hinein zu verbannen.

Jetzt arbeite ich als Geschichtenerzählerin von zu Hause aus und erstelle personalisierte Geschichten, Gedichte und andere Texte für meine Klienten. Zu meinen Kunden gehören Privatpersonen, ich arbeite aber auch für öffentliche Projekte im kulturellen und sozialen Bereich. 

Dabei versuche ich mich auch schon konkret auf die Zeit nach der Pandemie vorzubereiten, um meine  Projektideen und Projektangebote dementsprechend ausweiten zu können.

Was gibt Dir Kraft bzw. was motiviert Dich? 

Mich auf Menschen, Dinge und Aspekte im Leben zu konzentrieren, die mir wichtig sind und die mir gut tun, das gibt mir sehr viel Kraft: Familie, Freunde, meine Arbeit und die Natur. 

Was beschäftigt dich gerade besonders?

Ich frage mich manchmal, ob wir es als Gesellschaft wirklich schaffen werden, aus dieser Pandemie zu lernen und unsere Erfahrungen dazu nutzen werden, um GEMEINSAM eine „gesündere“ Welt zu schaffen. Wirtschaftlich, ökologisch, sozial, und politisch gesund. Werden wir offen und fähig sein, die notwendigen Veränderungsprozesse dafür in Gang zu setzen? Für einen gleichberechtigten, nachhaltigen Zugang zu Ressourcen. Für eine Gesellschaft, in welcher moderne und auch längst vergessene bzw. verlernte ganzheitliche Erkenntnisse diesen Planeten und seine Lebewesen schützen und vielleicht sogar retten; auch jene zweibeinigen Lebewesen, die sich das Desaster (nicht nur „Covid“) doch eigentlich selbst eingebrockt haben.

Ein konkreter Tipp oder eine konkrete Empfehlung für unsere Leserinnen und Leser?

Mit Tipps ist das immer so eine heikle Sache, besonders in Krisenzeiten. Was für den einen gut klappt, erweist sich für den anderen vielleicht als totaler Reinfall. 

Besonders in einer Krise wie dieser, sollten wir jedoch, so finde ich, Ideen und Projekte nicht einfach in einer Schublade vergammeln lassen. Vielleicht gibt es unter diesen Ideen ja welche, die sich mit den  bereits vorhandenen, eigenen, individuellen oder vereinten Ressourcen und Fähigkeiten, mit viel Kreativität und Fantasie, umsetzen lassen. 

 „Versuchen“  bedeutet für mich immer, sich irgendwo „weiterzuentwickeln“, auch dann, wenn man scheitert. Am Ende hat man doch etwas dazugelernt, kann es besser machen oder einen anderen Weg einschlagen.

Wie (positiv oder negativ) blickst Du in die Zukunft? Warum?

Was die Zukunft bringt, steht in den Sternen. Wenn wir aber bereit sind, aus unseren Fehlern zu lernen und uns von humanistischen Ansätzen im Leben leiten lassen, dürfen wir insgesamt recht zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Früher oder später nimmt diese Pandemie ein Ende. Wann das sein wird, wissen wir ja nicht. Was wir aber jetzt schon tun können, ist, uns konkret zu überlegen, wie wir unser Leben „nachher“ gestalten wollen und was uns im Leben wirklich wichtig ist. Mit Sicherheit lassen sich einige Elemente davon sogar jetzt schon umsetzen! 

Ich selbst versuche, so realistisch wie notwendig und so optimistisch, wie möglich in die Zukunft zu blicken, für mich und die Menschen, die mir nahe stehen.

Über Yvonne Peer

Geschichtenerzählerin und Sozialpädagogin aus Kurtatsch.

Schreibt personalisierte Geschichten, Gedichte und andere Texte. Und lässt Luftschlösser Realität werden. Wie schön!

Weitere Informationen zu ihrer Tätigkeit, sowie Erzählungen zum Stöbern und Mitverfolgen, befinden sich übrigens auf der Website https://storiae.org und Instagram @y.peer_storiae