„40 Tage Quarantäne 1715“ erscheint in zwei Südtiroler Monatszeitschriften

Johanna Bampi Zwack verfasste mitten im italienischen Lockdown im Frühjahr 2020 einen Artikel, der viele Leserinnen und Leser bewegte: 1715 musste Kurprinz Karl Albrecht – ein Bayer – auf einer Italienreise für 40 Tage in Verona in Quarantäne. Damals natürlich nicht wegen Covid19, sondern wegen der Pest. Alle diplomatischen Interventionen brachten nicht den erwünschten Erfolg, er musste – ob er wollte oder nicht – die Zeit „absitzen“. Wie hätte er mit uns mitfühlen können.

Die „Clausa“ in ihrer Frühjahrsausgabe

Die Monatszeitschrift „Der Brixner“ widmete dieser Geschichte drei Druckseiten, die „Clausa“, das Pendant aus Klausen / Südtirol, tat es ihm gleich.

Das E-Paper des Brixners mit dem Artikel in voller Länge findet sich unter epaper.brixner.info. Johannas ursprünglichen Beitrag für KulturSüdtirol finden Sie hier.

Wir danken den Redaktionen ganz herzlich, vor allem Irene Dejaco und Oskar Zingerle, für die gute Zusammenarbeit.

Das Radlseehaus – Zur Geschichte einer Schutzhütte in den Sarntaler Alpen

Hoch über der Stadt Brixen, am östlichen Ausläufer der Sarntaler Alpen, liegt am Fuße der Königsangerspitze eingebettet in eine Mulde der sagenumwobene Radlsee. Nur wenige Schritte weiter steht etwas oberhalb davon das aus Steinen gemauerte Radlseehaus auf 2.284 m über dem Meeresspiegel. Ein Schutzhaus mit einer turbulenten Geschichte.

Der Ausblick vom Radlseehaus sucht seinesgleichen

Einladend ist die Lage des Raldsees, lohnend der Aufstieg, einmalig der Ausblick auf die gegenüberliegende Talseite: auf die Plose und den Peitlerkofel, auf die Villnösser Geisler, auf Lang- und Plattkofel und den Schlern sowie die dahinter liegenden Gletscherspitzen. An dieser Stelle musste ein Schutzhaus gebaut werden.

„An dem wildromantischen Radlsee…“
Die Anfänge des Radlseehauses (1911–1918)

„Das Radlseehaus, eine Schöpfung des Herrn A. Mayr in Brixen, ist ein sehr gefälliges Gebäude […]. Es enthält im Erdgeschoß ein Gastzimmer von 45 Geviertmeter Bodenfläche, eine Führerstube von 16 Geviertmeter, eine Küche und ein Gesindezimmer; im ersten Stock befinden sich 7 Zimmer mit je 2 Betten, im Giebel 2 Zimmer mit je 2 Betten und ein größerer Schlafraum mit 20 Matratzenlagern. […] Das Haus ist sehr gut bewirtschaftet und überaus wohnlich und anheimelnd. Vor dem Hause befindet sich eine Terrasse mit Tischen.“ So beschrieb Karl Felix Wolff das neu erbaute Radlseehaus in seinem Wanderführer von 1912.

Anton Mayr (1879–1918), Tapezierermeister aus Brixen, hatte 1911 mit dem Bau begonnen. Zusammen mit seiner Frau Maria geb. Unterthiner (1880–unbekannt), die acht Jahre lang das Rittner-Horn-Haus bewirtschaftet hatte und somit über die notwendige Erfahrung verfügte, wollte er das private Schutzhaus führen.

Bereits im Sommer 1912 war der aus Steinen gemauerte Bau so weit gediehen, dass er bewirtschaftet werden konnte. Die Innsbrucker Nachrichten kündigten im Juli 1912 eine baldige Eröffnung des Schutzhauses „an dem wildromantischen Radlsee“ an, und sogar der Pester Lloyd fieberte der Inbetriebnahme des „herrlichen Stützpunkt[es] in der großartigen Berglandschaft der östlichen Sarntaler Alpen“ entgegen.

Im Frühling 1913 öffneten die Wirtsleute trotz des Schneefalls bereits für die Osterfeiertage. Ostern fiel auf den besonders frühen Termin des 23. März. Der Weg zum Schutzhaus wurde mit einem Schneepflug gangbar gemacht. Am Abend des Karsamstags war ein Feuerwerk geplant. Knapp zwei Wochen später war das Radlseehaus fast schneefrei, und Temperaturen von 21° C in der Sonne lockten zahlreiche Wanderer in die Höhe, die sich, wie die Brixener Chronik berichtete, über den „Fortschritt der Bauarbeiten und die hübsche Inneneinrichtung der Hütte“ freuten.

Die feierliche Eröffnung des neu erbauten Schutzhauses fand im Oktober 1913 statt. Am 5. Oktober segnete Pater Rupert Außerer aus Brixen das Haus. Da es an diesem Sonntag in Strömen regnete, wurde die weltliche Eröffnungsfeier kurzfristig auf den darauffolgenden Sonntag verschoben. Anlässlich der Eröffnung brachte die Brixener Chronik eine Beschreibung des Baus: In der mit Zirbenholz vertäfelten Gaststube hing ein Marienbild des in Brixen lebenden Kunstmalers Franz Ferdinand Rizzi (1868–1952), das jedoch für die Kapelle bestimmt war. Das „Herrenstübel“, mit dem wohl die Stube der Bergführer gemeint ist, zierten Landschaftsmotive des Malers Kralinger. Auch die Küche war gut ausgestattet.

Aussicht vom Radlseehaus
Foto: Johanna Bampi

Das Radlseehaus fand von Anfang an regen Zuspruch bei den Bergfreunden. Auf markierten Wegen erreichten Wanderer das Schutzhaus damals in viereinhalb bis sechs Stunden von Brixen, Vahrn und Klausen oder von der Haltestelle Villnöß aus. Bereits vor dem Bau des Schutzhauses hatte es markierte Wanderwege zur Königsangerspitze und zum Radlsee gegeben, beispielsweise von Bad Schalders steil bergauf durch das Arzvenntal, von Brixen über Tils und über den Feichterhof oder von Verdings aus. 1913 legte Benjamin Valazza, Bergführer und Pächter der Klausner Hütte, den Weg von der Klausner Hütte zum Radlseehaus an, der „mit dem brillanten Blick auf die Dolomiten und die Gletscherberge [zu den] genußreichsten Touren in den Alpenregionen“ zählte.

Dennoch waren die Sarntaler Alpen damals im Vergleich zu anderen Berggebieten Tirols kaum erschlossen. Das neue Radlseehaus war somit nicht nur ein neues Ausflugsziel, sondern entwickelte sich auch zu einem wichtigen Stützpunkt für das beliebte Wandern von Hütte zu Hütte. Neben der benachbarten Klausner Hütte gab es in der weiteren Umgebung eine einfache Hütte beim Latzfonser Kreuz und das Rittner-Horn-Haus; die Flaggerschartenhütte sollte 1914 eröffnet werden.

Nach den Angaben im Wanderführer von K.F. Wolff waren die Klausner Hütte in zwei, das Latzfonser Kreuz in zweieinhalb, die Flaggerschartenhütte in vier und das Rittner-Horn-Haus in sechs Stunden zu erreichen. Der Aufstieg zur Königsangerspitze dauerte eine halbe Stunde, der Weg zu den Lorenzispitzen und auf die Kassianspitze eine bzw. drei Stunden. Nach Durnholz war mit viereinhalb Stunden zu rechnen.

Bergfreunde und Alpenvereinsmitglieder entstammten hauptsächlich dem Besitz- und Bildungsbürgertum. Auch Tourismustreibende erkannten das Potential, das die Erschließung der Bergwelt, die vom Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein aktiv betrieben wurde, in sich barg. Den Arbeitern blieben sportliche Sommer- und Winterfreuden in der Bergwelt vorbehalten. Allein der von K.F. Wolff erwähnte Preis für eine Übernachtung im Radlseehaus von 4 Kronen bzw. 2 Kronen für Alpenvereins-Mitglieder wäre kaum bezahlbar gewesen. Ein Dienstmädchen verdiente damals ca. 300 Kronen jährlich, ein Facharbeiter konnte auf bis zu 1.500 Kronen kommen.

Auch für den florierenden Wintersport rund um Brixen war das Radlseehaus von Bedeutung. Es entwickelte sich zu einem beliebten Stützpunkt für Schitourengeher. Wie die benachbarte Klausner Hütte war es im Winter 1913/14 geöffnet. Die Zeitungen berichteten während der Wintermonate immer wieder über die Schneelage, über die Schiverhältnisse auf die Königsanger- und Radlseespitze und die Gangbarkeit der einzelnen Wege. Schlittschuhläufer frönten auf dem zugefrorenen Radlsee ihrem Vergnügen.

Die Sommersaison 1914 begann spätestens am 1. Mai. Doch mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 28. Juli 1914 gelangte der Bergtourismus ins Stocken. Nicht nur die Gäste blieben aus, sondern auch Hüttenwirte und Bergführer wurden an die Front gerufen, an Bergtouren war nicht zu denken. Am 31. August 1914 wurde das Radlseehaus geschlossen. Anders als zahlreiche Schutzhütten blieb es während der Kriegsjahre von Plünderungen und kriegsbedingten Zerstörungen weitgehend verschont. Weniger Glück hatte jedoch sein Erbauer und Besitzer Anton Mayr: Er fiel am 24. Oktober 1918 an der Dolomitenfront.

Tritt ein ins Radlseehaus! Sommer 2016
Foto: Johanna Bampi

„… die sich eben nach Licht und Höhensonne sehnen…“
Das Radlseehaus zwischen den Weltkriegen

Maria Mayr, Kriegswitwe, konzentrierte sich in der prekären wirtschaftlichen Situation nach Kriegsende ganz auf die Bewirtschaftung des Radlseehauses. In der ersten Sommersaison 1920 erfreute es sich – so wussten es die Bozner Nachrichten – dank günstigen Wetters und gemäßigter Preise zahlreicher Besucher.

In den 1920er und frühen 1930er Jahren bewirtschaftete Maria Mayr ihr Schutzhaus ausschließlich im Sommer, und zwar meistens von Anfang Juni bis Ende September. Den Gästen standen 18 Betten und ein gemeinsamer Schlafraum für zehn Personen zur Verfügung. Sonntags wurde in der Hauskapelle eine hl. Messe gelesen. Dank der Zweibettzimmer eignete sich das Radlseehaus auch für eine längere Sommerfrische und zur Höhenkur.

An Sommersonntagen schien die Stadt Brixen, wie die Südtiroler Landeszeitung berichtete, menschenleer zu sein, „denn an Bergfreunden zählt unsere Stadt viele Hunderte, die sich eben nach Licht und Höhensonne sehnen.“ Beliebte Wanderziele waren die Plose, das Schalderer Tal, die Fritz-Walde-Hütte (Vorgängerbau der Tiefrastenhütte) und das Radlseehaus.

Blumige Wanderberichte und Kurznotizen über gute und sehr gute Besucherzahlen in den lokalen Zeitungen konnten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Bergtourismus in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg nur langsam erholte und die Gästezahlen bei Weitem nicht an jene der Vorkriegsjahre heranreichten. Vor allem die Gäste aus dem Ausland blieben aus, und die italienischen Bergfreunde konzentrierten sich hauptsächlich auf die Dolomiten. Die Schutzhütten in anderen Bergregionen wurden fast ausschließlich von einheimischen Wanderern besucht.

Zudem waren unmittelbar nach dem Krieg viele Schutzhütten unbenutzbar, zerstört oder blieben über Jahre vom Militär besetzt, jene im Besitz ausländischer Sektionen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins (DuOeAV) waren enteignet worden. Die Südtiroler Sektionen sagten sich, um der drohenden Enteignung der Schutzhäuser zu entgehen, nach und nach vom DuOeAV los und gründeten bis Anfang 1922 ihre eigenständigen lokalen Alpenvereine. Nach der faschistischen Machtübernahme erfolgte im Jahr 1923 die Auflösung sämtlicher alpiner Vereine in Südtirol – mit Ausnahme des Club Alpino Italiano – und die Enteignung der vereinseigenen Schutzhütten. Das Verbot deutscher Ortsnamen und deren Umbenennung in italienische, die ab 1923 erfolgte, betraf auch die Schutzhütten: Das Radlseehaus trug nun den Namen Rifugio Lago Rodella.

Glückliche Kühe
Foto: Johanna Bampi

In diesen Jahren des langsamen Aufschwungs wog ein Einbruch ins Radlseehaus im Winter 1921/22 besonders schwer. Die Diebe entwendeten sämtliche Federbetten und Pölster, Decken und sehr viel Geschirr. Einen zweiten Einbruch gab es im November 1932. Wieder wurden Decken entwendet und im Schutzhaus selbst beträchtlicher Sachschaden angerichtet.

Im August 1926 stellten zwei Burschen aus Brixen einen Rekord auf: Sie erklommen drei Berggipfel an einem Tag und legten dabei im Aufstieg 5.200 m Höhenunterschied zurück. Sie brachen nachts um ein Uhr in Brixen auf, erklommen zunächst die Karspitze, stiegen dann nach Schalders ab und wählten von dort den Weg zum Königsanger. Auf dem Rückweg nach Brixen machten sie auf der Radlseehütte Halt und besuchten um 10 Uhr die dortige Sonntagsmesse. Nach dem Mittagessen in Brixen bestiegen sie am Nachmittag noch die Plose. „Diese Leistung“, schloss die in Wien verlegte Reichspost in ihrer Meldung, „dürfte nicht sobald übertroffen werden.“

In den frühen 1930er Jahren beschränkte sich die Saison zunächst auf die Monate Juni bis September. 1934/35 war das Schutzhaus erstmals seit mehr als zwanzig Jahren auch im Winter geöffnet. Maria Mayr warb im Kleinanzeiger der Dolomiten mit „geheizte[n] Zimmer[n]“ und der „vorzügliche[n] und billige[n] Verpflegung“. Nach wie vor eigneten sich die Almen rund um den See bis hin zur Klausner Hütte vortrefflich für den Schisport.

Die Stimmungen eines Wandertages zum Radlsee im Juni 1936 fing Albuin Mair unter der Eggen in seiner Tourenbeschreibung für das Brixner Heimatbuch ein. Oben auf den Bergen seien alle Menschen freundlicher, ungezwungener. Man spielte und sang, lachte und scherzte und redete von „Olympiameistern und Goldmedaillen, von gelungenen Partien und Unglücksfällen, von Kameraden, die nachkommen werden, und solchen, die nicht dienstfrei bekamen. Alles junge, gesunde, kräftig gezeichnete Gesichter, berg- und wettergewöhnte Gestalten.“

Doch das Jahr 1939, das Europa den Beginn des Zweiten Weltkriegs und Südtirol die so genannte Option, also die Entscheidung zwischen einer Auswanderung ins Deutsche Reich oder dem Verbleib in Italien, brachte, war nicht mehr weit. Maria Mayr, die Radlseewirtin, entschied sich, wie der Großteil der Bevölkerung, im Dezember 1939 für Deutschland und verließ im Herbst 1940 ihre Heimat.

Das Radlseehaus ging in den Besitz der Ente per le Tre Venezie über. Es wurde vernachlässigt und fiel schließlich Brandstiftung zum Opfer. Bei Kriegsende 1945 stand vom einst stattlichen Schutzhaus nur mehr eine karge Ruine.

Blick auf den Radlsee und das gleichnamige Schutzhaus, Sommer 2016
Foto: Johanna Bampi

Zum Weiterlesen

Dieser Beitrag ist eine gekürzte Version meines Aufsatzes zur Geschichte des Radlseehauses (mit Literatur- und Quellenangabe), der 2016 von der Alpenverein-Sektion Brixen herausgegeben wurde. Wie es mit dem Radlseehaus nach dem Zweiten Weltkrieg weiterging, erfährst du im Buch:

Das Radlseehaus, hrsg. vom Alpenverein Südtirol – Sektion Brixen, koordiniert von Dominikus Stockner, mit einem Text von Johanna Bampi, Brixen 2016.


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Ein venezianischer Spion und ganze 40 Tage Quarantäne: Kurprinz Karl Albrecht von Bayern auf dem Weg nach Venedig

→ Ecco la versione in lingua italiana

Wer meint, dass Quarantäne-Bestimmungen und „social distancing“ erst zu Corona-Zeiten aktuell wurden, kennt das 18. Jahrhundert nicht. Karl Albrecht – damals ausgerechnet unterwegs ins Veneto – könnte mit uns mitfühlen…

Johanna Bampi über Kurprinz Karl Albrecht, einen Spion und 40 Tage Quarantäne

Andrea und Jörg Zedler haben sich in ihren Forschungen intensiv mit dem „Giro d’Italia“ des bayerischen Kurprinzen beschäftigt. Auf ihren Publikationen beruht der folgende Beitrag von Johanna Bampi Zwack.

Von München nach Venedig

Anfang Dezember 1715 brach Kurprinz Karl Albrecht von Bayern in München zu einer neunmonatigen Italienreise auf, die ihn bis nach Neapel führen sollte. Den Prinzen und seine repräsentative Reisesuite erwartete der Besuch zahlreicher Städte und Sehenswürdigkeiten. Er wurde zu Bällen und rauschenden Festen, zu Konzerten, Theater- und Opernaufführungen eingeladen. Auf den Karneval von Venedig freute sich der 18-jährige Prinz ganz besonders. Doch nicht Bildung oder gar Vergnügen standen im Vordergrund so einer Reise, sondern sie war ganz klar auch mit politischen Zielen des Kurfürstentums Bayerns verbunden.

Die Veroneser Klause
Fotocredit: Jost Gudelius (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Veroneser_Klause092013.JPG)

Ein stolpernder Spion und bewusst kalkulierte Konsequenzen

Nach knapp drei Wochen Reisezeit trafen Karl Albrecht und sein Gefolge am 21. Dezember 1715 in Chiusa di Ceraino bei Verona nahe der Grenze zu Venetien ein.
Hier nahm Graf Fortunato Frigimelica, ein Spion der Republik Venedig, die Reisenden aus Bayern in Empfang, um sie nach Verona zu begleiten. Dabei „stolperte“ der Graf und berührte den Mantel eines Bayern – mit bewusst kalkulierten Konsequenzen. Er sollte nun als Spion der Venezianer zusammen mit den Bayern deren Quarantänequartier beziehen.

Venedig und seine strengen Quarantäneregelungen vor dem Hintergrund der Pest

Eigentlich hatte der bayerische Kurprinz gehofft, zusammen mit seiner Reisesuite den strengen Quarantäneregelungen Venedigs zu entgehen oder die 40 Tage umfassende Quarantänezeit zumindest maßgeblich kürzen zu dürfen. Hintergrund für diese Regelung war ein erneutes Aufflammen der Pest in einigen Gebieten des Alpenraums. Darauf war im Juni 1715 in Mailand ein Edikt erlassen worden, das für Reisende, unter anderem aus dem Gebiet von Bayern und Österreich, eine vierzigtätige Kontumaz (Quarantänezeit) vorschrieb. Schon im Herbst hatte der Münchner Hof auf brieflichem Wege versucht, eine Befreiung für den Kurprinzen zu erwirken – doch vergeblich. Immerhin bezog Karl Albrecht mit seiner fast 80köpfigen Reisebegleitung ein eigenes Gebäude – die heutige Villa Pullè in Chievo, einem Vorort von Verona – und musste, im Unterschied zu anderen Reisenden, die 40 Tage nicht im Lazarett von Verona verbringen.

Wie groß die Angst der Menschen vor einer Ansteckung war, zeigte sich darin, dass die einheimische Bevölkerung längs der Reiseroute jeglichen Kontakt mit Reisenden vermied und sogar die Hunde mit Steinewerfen davon abgehalten wurden, die durchziehenden Trosse zu beschnuppern.
So verwundert es nicht, dass zunächst niemand der umstehenden Personen dem Grafen Piosasco, einem Kammerherrn des Kurprinzen, bei der Reparatur seiner Kutsche behilflich war. Kurz vor der Grenze zu Venetien hatte sich ein Rad gelöst. Erst nachdem der Graf allen gedroht hatte, sie zu „berühren“, reparierte ein alter Mann die Kutsche. Diesem wurde die Quarantäne nur dadurch erspart, dass er sich – wie in einem Reisetagebuch vermerkt wird – gründlich mit Gras und Wasser die Hände wusch.

Ziel Venedig: Karl Albrecht wollte neben den Kulturschätzen
auch den Karneval nicht versäumen
Fotocredit: Johanna Bampi Zwack

Wie vertreibt sich ein Kurprinz die Quarantänezeit?

Die Tage in der Quarantäne verbrachte Karl Albrecht nach einem geregelten Tagesablauf. In den Reiseberichten sind die Aktivitäten und Besonderheiten der einzelnen Tage akribisch vermerkt. Müßiggang zählte gewiss nicht dazu. Täglich besuchte er die Messe, widmete sich dem Studium der italienischen Sprache und seiner Korrespondenz. Dann erst war Zeit für das, was wir heute als „Freizeitaktivitäten“ bezeichnen würden: etwa für Spaziergänge und Schlittenfahrten oder den Besuch von Veroneser Adeligen. Außerdem wurde gemeinsam musiziert oder Theater gespielt.

Zum Abschluss ein Freudenfeuer

Zum Ende der Quarantäne wurde außerhalb der Gartenmauern der Villa Pullè ein Freudenfeuer mit Raketen abgebrannt. Endlich, am 29. Jänner 1716, setzte der Tross mit Kutschen und ab Padua mit dem Schiff seine Reise nach Venedig fort, wo er nach wenigen Tagen, am 3. Februar, ankam.

Was Karl Albrecht in Venedig erlebt hat und wie seine Reise weiterging, das liest du am besten selbst im Buch „Giro d’Italia. Die Reiseberichte des bayerischen Kurprinzen Karl Albrecht (1715/16)“, hrsg. von Andrea und Jörg Zedler, erschienen 2019 im Böhlau Verlag.


Mehr zur Italienreise des Kurprinzen Karl Albrecht

Der vorliegende Beitrag beruht auf den Forschungen und Publikationen von Andrea Zedler und Jörg Zedler.

Andrea Zedler, Reiselust und Reisefrust: Kurprinz Karl Albrechts Aufenthalt in Venetien, in: Prinzenrollen 1715/16. Wittelsbacher in Rom und Regensburg, hrsg. von Andrea Zedler und Jörg Zedler, München 2016 (Herbert Utz Verlag, ISBN 978-3-8316-4567-1)

Andrea Zedler/Jörg Zedler (Hg.), Giro d’Italia. Die Reiseberichte des bayerischen Kurprinzen Karl Albrecht (1715/16). Eine historisch-kritische Edition (= Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, hrsg. von Klaus Herbers, Bd. 90), Wien, Köln, Weimar 2019 (Böhlau Verlag, ISBN 978-3-412-51361-0)

Storie di una spia veneziana e di 40 giorni di quarantena: Il principe Karl Albrecht di Baviera in viaggio per Venezia.

Chi pensa che le norme di quarantena e il distanziamento sociale siano pratiche di oggi per contrastare il coronavirus non conosce il XVIII secolo…

Il principe Karl Albrecht di Baviera in viaggio nell’anno 1715 proprio verso il Veneto incappò in una brutta sorpresa.

I primi di dicembre del 1715, il principe Karl Albrecht accompagnato da quasi 80 persone partì da Monaco di Baviera per un viaggio di nove mesi in Italia. Il principe, allora appena diciottenne non vedeva l’ora di giungere a Venezia per godersi il famoso carnevale con le sue feste e balli, i concerti, le opere e gli spettacoli teatrali. Il viaggio in Italia era principalmente legato a obiettivi politici. La Baviera e la casa di Wittelsbach volevano dimostrare di essere fedeli al Papa cattolico.

L’inciampo di una spia e le conseguenze calcolate deliberatamente

Dopo quasi tre settimane di viaggio con tappe a Innsbruck, Bressanone, Bolzano e Trento, il principe giunse a Chiusa di Ceraino vicino a Verona al confine con il Veneto il 21 dicembre 1715. Qui il conte Fortunato Frugimelica, spia della Repubblica di Venezia, prese in consegna i viaggiatori bavaresi per accompagnarli a Verona. Improvvisamente il conte inciampò e toccò il mantello di un bavarese. Era un gesto deliberato con conseguenze calcolate. Come spia dei veneziani, egli, che parlava correntemente il tedesco dovette ora trasferirsi nei quartieri di quarantena insieme alla delegazione bavarese ed il loro principe.

La Serenissima e le sue severe norme di quarantena

Il regolamento di quarantena molto severo adottato nella Repubblica di San Marco era stato introdotto per causa di focolai di peste che erano scoppiati nelle zone alpine. Nel giugno del 1715, a Milano, fu emanato un editto che obbligava i viaggiatori provenienti dalla Bavaria e dall’Austria a rimanere in quarantena per 40 giorni per verificare lo stato di salute ed evitare l’introduzione della peste e nel territorio della Serenissima.

Già prima di intraprendere questo lungo viaggio, la corte di Monaco aveva tentato di ottenere un lasciapassare speciale per evitare la quarantena al principe ed alla sua delegazione. Il lasciapassare gli fu negato, però ottenne il permesso di trascorrere i 40 giorni di quarantena nella villa Pullè di Chievo anziché nel lazzaretto di Verona.

In quei giorni la paura del contagio e dei commissari della peste era talmente grande che la popolazione locale lungo il percorso del viaggio cercò di evitare ogni contatto con i viandanti. Addirittura anche ai cani fu impedito di annusare i viaggiatori e le loro carrozze per non esporsi a un possibile contagio.
Quando, vicino al confine con il Veneto si ruppe una ruota di una carrozza della delegazione appartenente al conte Piosacco, il camerlengo del principe, non sorprende il fatto che nessuno si avvicinò per dare una mano alla sostituzione. L’aiuto di un vecchio carpentiere giunse solamente in risposta alla minaccia del conte di toccare i curiosi che si erano avvicinati. In uno dei diari di viaggio conservati fino ad oggi negli archivi bavaresi è annotato che quest’uomo dopo aver sostituito la ruota della carrozza malcapitata, si allontanò precipitosamente e si lavò le mani con acqua e con erba per non doversi mettere in quarantena.

Fotocredit: Johanna Bampi Zwack

E un Principe, come trascorre il periodo di quarantena?

Karl Albrecht trascorse la quarantena con giornate scandite da un programma molto fitto. Dopo aver assistito alla Santa messa, dedicava la mattina allo studio della lingua italiana e alla discussione di trattati storici. Nel pomeriggio si occupava della corrispondenza e intraprendeva lunghe passeggiate a piedi o in calesse visitando i nobili Veronesi. Inoltre si esercitava a fare musica o con esibizioni teatrali.

Per tentare di fare accorciare il periodo di quarantena, anche per il fatto che non vi erano stati casi di peste ne in Bavaria ne in Tirolo, furono inviate molte lettere di richiesta alle autorità, ma nessuna deroga fu mai concessa. Karl Albrecht, molto infastidito per questo si lamentò accusando la mancanza di rispetto da parte dei veneziani verso la sua persona e il principato bavarese.

Un grande falò per festeggiare la fine della quarantena, e poi via verso Venezia

Alla fine della quarantena fu organizzato, fuori le mura della villa Pullè, un grande falò con fuochi di artificio per festeggiare l’evento. Il 29 gennaio del 1716 il principe e il suo corteo poterono finalmente proseguire il loro viaggio verso Venezia dove giunsero il 3 febbraio. E il carnevale veneziano era in pieno svolgimento ed al principe rimasero ben tre settimane piene per godersi lo spettacolo prima del mercoledì delle ceneri. Il soggiorno a Venezia fu così piacevole che fu allungato e la serenissima Repubblica di San Marco organizzò una regata di sorpresa per il nobile ospite.

Il presente contributo di Johanna Bampi Zwack si basa sulle ricerche e pubblicazioni di Andrea Zedler e Jörg Zedler, che hanno studiato intensamente il „Giro d’Italia“ del principe Karl Albrecht. 

Andrea Zedler, Reiselust und Reisefrust: Kurprinz Karl Albrechts Aufenthalt in Venetien, in: Prinzenrollen 1715/16. Wittelsbacher in Rom und Regensburg, a cura di Andrea Zedler e Jörg Zedler, Monaco 2016 (Casa editrice Herbert Utz, ISBN 978-3-8316-456) 

Andrea Zedler/Jörg Zedler (ed.), Giro d’Italia. Die Reiseberichte des bayerischen Kurprinzen Karl Albrecht (1715/16). Eine historisch-kritische Edition (= Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, a cura di Klaus Herbers, vol. 90), Vienna, Cologna e Weimar 2019 (Casa editrice Böhlau, ISBN 978-3-412-51361-0)

Benjamin Zwack im Interview mit HR-Moderatorin Marion Kuchenny

„Alles Anders“ nennt sich der Podcast, den die bekannte Moderatorin des Hessischen Rundfunks Marion Kuchenny gemeinsam mit Christian Jakubetz täglich veröffentlicht. Er porträtiert das Leben und alle Begleitumstände der Corona-Krise mit einem angenehmen, positiven Grundton. Wohltuend, gerade jetzt!

In Folge 15, etwa ab Minute 9:00, steuerte Benjamin Zwack seine Eindrücke aus Südtirol bei und war damit sozusagen Teil der virtuellen, grenzüberschreitenden Podcast-WG:

Viel Spaß beim Nachhören – und natürlich beim Abonnieren dieses Podcasts!

Ein Gruß von Partnerstadt zu Partnerstadt in besonderen Zeiten…

Ein herzlicher Gruß von Brixen nach Regensburg – vorerst virtuell…

Die eigentlich auch für Regensburg geplante Premiere des Films „Gesichter zweier Partnerstädte“ muss aufgrund der aktuellen Situation leider verschoben werden.

Daher an dieser Stelle ein herzlicher Gruß über den Brenner von Benjamin Zwack und Johanna Bampi. Wir sehen uns wieder!

Und bis daheim: Bleibt daheim und bleibt gesund.

Film für RAI Südtirol fertiggestellt: „Gesichter zweier Partnerstädte“

FILM IN RAI MEDIATHEK IN VOLLER LÄNGE

FILM RATISBONA E BRESSANONE ALLA MEDIATECA DI RAI ALTO ADIGE

Am 23. November 2019 um genau 19:30 Uhr war es soweit: Brixens Bürgermeister Peter Brunner eröffnete den Premierenabend zum Film “Regensburg und Brixen – Gesichter zweier Partnerstädte” im neuen Astra-Kulturzentrum Brixen.

Zeno Giacomuzzi und Klemens Unger – Anekdoten aus 50 Jahren Städtepartnerschaft
(c) Foto: Hans-Christian Wagner

Bürgermeister a.D. Zeno Giacomuzzi und Regensburgs früherer Kulturreferent Klemens Unger ließen es sich im Anschluss nicht nehmen, ganz persönlich die zurückliegenden Jahre der Städtepartnerschaft zwischen Regensburg und Brixen Revue passieren zu lassen. Eine Anekdote sorgte auch nach Jahrzehnten noch für große Erheiterung: In den Anfangsjahren der Städtepartnerschaft wurden die Regensburger Bratwürste für das Brixner Altstadtfest ganz pragmatisch – und unter Umgehung der komplizierten Zollvorschriften – mit einem Sportflugzeug eingeflogen…

Eröffnung des Premierenabends mit Johanna Bampi Zwack und Benjamin Zwack
(c) Foto: Hans-Christian Wagner

Johanna Bampi und Benjamin Zwack – die Initiatoren des Films und Autoren des Drehbuchs – gaben mit ihrer kurzen Rede dann das Kommando “Film ab!” für den Film zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft. Wörtlich sagten sie: “Nach unzähligen Dreh- und Produktionstagen, vielen Kilometern diesseits und jenseits des Brenners und faszinierenden Begegnungen mit den Bürgerinnen und Bürgern an Eisack und Donau sind bei weitem nicht nur 45 Minuten Film entstanden. Da ist viel mehr: Wir sind Menschen begegnet, die hier wie da Ihre Heimat lieben, die stolz auf ihre Städte sind, die aber zugleich genau wissen, wie man über den Tellerrand blickt. Wir sind aller Orten auf offene Ohren und ebenso offene Türen gestoßen.”

Von links nach rechts: Bürgermeister a.D. Zeno Giacomuzzi, Kulturreferent a.D. Klemens Unger, Bürgermeister Peter Brunner, Produzent und Kameramann Willi Rainer (Sorafilm Brixen), Johanna Bampi Zwack, Benjamin Zwack, Vorsitzender des Stiftungsrates Michael Naumann (Brauerei Kneitinger Regensburg). (c) Foto: Hans-Christian Wagner

Überrascht wurde das Filmteam im Anschluss an die Premiere von Hans-Christian Wagner, der gemeinsam mit Michael Naumann, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates der Brauerei Kneitinger echtes Regensburger Bier überreichte. Und auch der Hut König am Dom in Regensburg ließ es sich nicht nehmen, den Produzenten einen Gutschein für einen neuen Hut – natürlich handgemacht – zu überreichen.

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die den Film durch ihre Unterstützung überhaupt erst möglich gemacht haben!

Zum Film: “Regensburg und Brixen – Gesichter zweier Partnerstädte” entstand im Auftrag von RAI Südtirol und wurde von RAI Südtirol, den Städten Regensburg und Brixen, dem Geschichtsverein Brixen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse maßgeblich unterstützt.
Voraussichtlicher Sendetermin: 09.12.2019, 20:20 Uhr (RAI Südtirol und im Livestream)
Idee und Drehbuch: Johanna Bampi, Benjamin Zwack
Kamera und Produktion: Willi Rainer (Sorafilm Brixen)

Ein herzliches Dankeschön an Hans-Christian Wagner für die Fotos und die Pressearbeit sowie an Christoph Wiatre für die Unterstützung bei der Entstehung des Films.

Dreharbeiten in vollem Gange – Regensburg und Brixen: „Von früh bis spät“

Bewegte Zeiten zwischen Brixen und Regensburg: Rechtzeitig zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft entsteht im Auftrag von RAI Südtirol ein 45-minütiger Film über beide Domstädte, im wahrsten Sinne des Wortes von früh bis spät. Historisch verbindet die beiden Städte eine noch viel längere Zeitspanne, schließlich wurde Brixen 901 in Regensburg durch eine Schenkung gegründet.

Die traditionsreiche Kneitinger-Brauerei in der Regensburger Altstadt mit ihrem Braumeister.

Bekannte und weniger bekannte Gesichter, in jedem Fall einzigartige Menschen und Charaktere, faszinierendes Handwerk, begeisternde Geschichten und viele neue Perspektiven auf Brixen und Regensburg wurden bereits in Bild und Ton festgehalten, einige weitere Szenen folgen noch, bevor der Film voraussichtlich Mitte Oktober 2019 in Brixen Premiere feiert.

Willi Rainer (Sorafilm) während der Dreharbeiten in Regensburg.

Der Film entsteht in einer Kooperation zwischen Johanna Bampi und Benjamin Zwack (Drehbuch), Willi Rainer (Sorafilm Brixen) und Christoph Wiatre (Sprecher). Die Städte Regensburg und Brixen unterstützen die Entstehung dieses Films, konkret die Stadtverwaltung Brixen um Bürgermeister Dr. Peter Brunner sowie das Kulturreferat der Stadt Regensburg um Herrn Klemens Unger.

Film: Regensburg und Brixen – Von früh bis spät.
Reportage / Dokumenation, 45 Minuten (im Auftrag von RAI Südtirol)
Produktion: Willi Rainer, Sorafilm Brixen
Drehbuch: Johanna Bampi, Benjamin Zwack
Sprecher: Christoph Wiatre

Das Jubiläumsjahr hat begonnen: 50 Jahre Städtepartnerschaft Regensburg-Brixen

Zwei schöne Städte, ein besonderes Jubiläum

Im Jahr 2019 jährt sich ein wichtiges Jubiläum zweier Städte diesseits und jenseits des Brenners zum 50. Mal: Regensburg und Brixen blicken heuer auf ein gemeinsames, partnerschaftliches halbes Jahrhundert zurück.

Besiegelt wurde diese Partnerschaft am 18. Oktober 1969 in Regensburg durch die beiden Bürgermeister Zeno Giacomuzzi (Brixen) und Rudolf Schlichtinger (Regensburg).

50 Jahre Partnerschaft, tausend Jahre gemeinsame Geschichte

Interessant an dieser Städtepartnerschaft ist sicher die Tatsache, dass sie weit länger zurückreicht, als es das 50-jährige Jubiläum 2019 erscheinen lässt. So wurde die Schenkungsurkunde des Hofes Prichsna 901 n. Chr. in Regensburg ausgestellt. Einige Jahrzehnte später zog Bischof Albuin von seinem damaligen Sitz Säben (Klausen) nach Brixen. Die Grundlagen für die Entwicklung des Ortes an Eisack und Rienz waren damit endgültig gelegt und sind seither auf das Engste mit Regensburg verknüpft.

Heute sind die beiden Bischofsstädte an Donau und Eisack auf vielfältige Weise über ihre Stadtverwaltungen, ihre Vereine, die katholische Kirche und zahlreiche private Initiativen miteinander eng verbunden.

Tourismus im Jubiläumsjahr

Ein besonderes Augenmerk soll im Jubiläumsjahr 2019 auf die touristische Dimension gelegt werden – gemeinsame Angebote und Aktivitäten von Hotels und touristischen Akteuren in Regensburg und Brixen sind bereits in Vorbereitung.

Der Countdown läuft: Schon heute bestens informiert sein!

In loser Folge werden in den kommenden Monaten interessante Geschichten aus beiden Partnerstädten hier auf KulturSuedtirol.com erscheinen. Bleiben Sie dran!